← Tangopekka

    23. August 2026

    Was den Tango-Nachwuchs bremst

    Sprache wählenDEENESOriginal: Deutsch

    Pekka

    13 Min. Lesezeit
    Was den Tango-Nachwuchs bremst
    Bild mit KI erstellt

    Am Ende des letzten Beitrages zum Lebenswandel im Tango hatte ich argumentiert: Der Tango war in (West-)Europa schon vor Corona auf dem absteigenden Ast, in Münster fehlt Nachwuchs, und es liegt an uns, das zu ändern. Ich machte zum einen den Rückgang des Tango Nuevo verantwortlich, und nannte einige äußere Faktoren wie Digitalisierung, Homeoffice, Social Media und KI.

    Ich bin gerade im Urlaub und konnte gestern Samstagabend zu keiner Milonga, also bemühte ich einschlägige Datenbanken und Google Scholar, um die Gründe für den Rückgang des Tango vollständiger zu begreifen. Ich finde es hochinteressant, wie breit gefächert die Erklärungsmöglichkeiten sind, und präsentiere der Leserschaft des Blogs (nach Nutzungsdaten etwa 3 Leute 😂) hier meine gesammelten Ergebnisse der letzten Nacht. Das gibt uns ein entsprechend breites Repertoire an Instrumenten an die Hand, wie wir dem Zeitenwandel im Tango begegnen könnten. Aber in diesem Text geht es erstmal nur um die Ursachen.

    1. „Digitalisierung 1“: Das persönliche Miteinander ist ins Digitale abgewandert und die Einsamkeit steigt

    Das Forschungsteam um die US-Psychologin Jean Twenge hat in drei großen Arbeiten dasselbe Muster gezeigt. In repräsentativen Stichproben von rund 8,2 Millionen Jugendlichen (1976–2017) verbrachte die Generation der 2010er-Jahre deutlich weniger Zeit mit genau den Dingen, von denen der Tango lebt: sich treffen, ausgehen, auf Feiern und unter Leute gehen — obwohl weder Hausaufgaben noch Erwerbsarbeit zunahmen (Twenge, Spitzberg & Campbell, 2019). Über die US-Zeitverwendungsdaten verloren allein die 15- bis 25-Jährigen rund 140 Stunden persönliche Sozialzeit pro Jahr (Twenge & Spitzberg, 2020). Parallel zu diesem Rückzug stieg die Einsamkeit unter Jugendlichen nach 2012 stark an, und zwar in 37 Ländern gleichzeitig, im Gleichschritt mit der Verbreitung von Smartphones und Internet (Twenge et al., 2021). Kurz: Das persönliche Miteinander sinkt, die digitale Nutzung steigt, und die Einsamkeit wächst.

    2. Der Rückzug in die eigenen vier Wände

    Eine Studie aus der Verkehrs- und Planungsforschung (Morris, Speroni & Taylor, 2024) hat US-Zeitverwendungsdaten von 2003 bis 2023 ausgewertet. Wir (ich erlaube mir, mal zu verallgemeinern) bleiben zunehmend zuhause: 2003 und 2019 sank die außer Haus verbrachte Zeit stetig, um knapp eine halbe Stunde pro Tag. Corona beschleunigte das. Während der Pandemie brach die außer-Haus-Zeit scharf ein (von 332 auf 270 Minuten am Tag), und sie kam danach kaum zurück (zwischen 2021 und 2023 nur +6 bis +8 Minuten). Als Treiber vermuten die Autoren die Informationstechnik (Smartphones, Streaming, Onlineshopping, Homeoffice, digitale Unterhaltung).

    3. Kein Ort mehr zum Hingehen — das Schwinden der „dritten Orte“

    Der Soziologe Ray Oldenburg nannte sie „third places“: die zwanglosen Orte zwischen Zuhause (dem ersten Ort) und Arbeit (dem zweiten), an denen Gemeinschaft von selbst entsteht — Cafés, Vereine, Bibliotheken, Plätze (Oldenburg, 1989). Eine Milonga ist im Grunde genau so ein dritter Ort. Die neuere Forschung fasst solche Orte als „soziale Infrastruktur“, also als die physische Voraussetzung dafür, dass soziale Verbindung überhaupt entstehen kann (Latham & Layton, 2019). Wo diese Orte verschwinden — verdrängt von privatisierten, konsumzentrierten Räumen —, fehlen die Schutzfaktoren gegen Einsamkeit und Rückzug. Weniger dritte Orte heißt: weniger Gelegenheiten, zwanglos miteinander in Kontakt zu kommen oder in eine Szene hineinzustolpern (so wie ich damals eher zufällig in den Tango stolperte). Für Münster hat Christian Vaccaro von Tango Pasión in persönlichem research dokumentiert, wie Tanzschulen aus dem inneren Bereich der Stadt (und ganz allgemein) weggedrängt werden.

    4. Vom Verein zum Individuellen: „Sport light“

    Über die letzten 20–30 Jahre ist die Teilnahme an festen, vereinsgebundenen, verbindlichen Angeboten („schwere“ Formen des Sports) zugunsten flexibler, informeller, jederzeit-machbarer (= „leichter“) Formen zurückgegangen: zu den Gewinnern gehören Laufen, Fitnessstudio, Sport im öffentlichen Raum und zuhause (Borgers et al., 2016). Für Deutschland hat dies Klostermann & Nagel (2014) gezeigt: Über Jahrzehnte wuchsen die Individualsportarten auf Kosten der Vereins- und Mannschaftsformen. Der Kernbefund: Menschen wollen zunehmend selbst bestimmen, wann und wie oft sie etwas tun, ohne Mitgliedschaft, feste Termine und Partnerabhängigkeit. Interessant ist der Grund, den die Forschung findet: Wer ins Fitnessstudio geht (immer mehr Leute), ist eher durch Gesundheit und Aussehen motiviert; wer in den Verein geht (immer weniger Leute), eher durch Geselligkeit.

    5. Demografie: Die Tangueros sterben weg

    Sportentwicklungsbericht von Breuer & Haase (2006): Von den 90.000 deutschen Sportvereinen sehen sich 40.000 vom demografischen Wandel negativ betroffen; 1.500 davon in ihrer Existenz bedroht. Dahinter stehen vor allem der Rückgang der Zahl an Kindern und Jugendlichen (Geburtenrate unter 1,4 statt der zum Bestandserhalt nötigen 2,1) und die Alterung der Gesellschaft. Interessanter: Je stärker ein Verein den Rückgang an Kindern und Jugendlichen unterschätzte, desto größer waren seine Probleme, neue Mitglieder zu gewinnen. Umgekehrt konnten Vereine, die aktiv reagierten (Werbung, neue Angebote, Kooperationen), ihre Gewinnungs- und Bindungsprobleme signifikant verkleinern. Zum strukturellen Wandel muss differenziert werden: Demografische Faktoren sind in Westeuropa und vor allem Deutschland akuter spürbar als in den Vereinigten Staaten!

    6. Geld und Zugang: eine reale Hürde

    Mehrere Studien zeigen, dass ökonomische und soziale Zugangsbarrieren gerade junge Menschen treffen. In einer Befragung von rund 1.000 Jugendlichen nannten die aus einkommensschwächeren Familien als größte Hürden: Kosten, Transport — und sich nicht willkommen fühlen (Tandon et al., 2021). Hinzu kommt, dass organisierte Angebote zunehmend als „im Vergleich zu anderen Beschäftigungen zu wenig vergnüglich“ und als finanziell/logistisch aufwändig wahrgenommen werden (Knoester & Bjork, 2024). Für ein Alter, in dem Ausbildung, unsichere Jobs und hohe Lebenshaltungskosten zusammenkommen, ist das kein Randthema.

    7. Weniger Körpergefühl: die motorischen Voraussetzungen sinken

    Tanzen setzt ein Mindestmaß an Körperbeherrschung voraus — und die geht zurück. Ein systematischer Überblick über die Jahre 1972–2015 zeigt einen klar negativen Langzeittrend bei der Ausdauer (Fühner et al., 2021). Noch direkter: Über den in Europa seit Jahrzehnten etablierten Koordinationstest für Kinder (KTK) schneiden heutige Kinder deutlich schlechter ab als ihre Altersgenossen der 1970er-Jahre — die Autoren einer großen Untersuchung sprechen von einem „besorgniserregenden Abwärtstrend“ der Grobmotorik (Giuriato et al., 2021), bestätigt durch weitere Studien. Als Ursache gilt vor allem mehr Sitzen und Bildschirmzeit. Für einen koordinativ anspruchsvollen Tanz könnte das heißen: Die Einstiegshürde ist höher als früher.

    8. Weniger Musik im Ohr: die musikalische Basis wird schmaler

    Der Tango lebt von seiner Musik — und genau der Zugang zu Musik in Deutschland schrumpft. (Lehmann-Wermser, Konrad & Weishaupt, 2020): Nur noch rund 43 % des vorgeschriebenen Grundschul-Musikunterrichts werden fachgerecht erteilt (Tendenz fallend); der Rest wird fachfremd unterrichtet — je nach Bundesland zwischen 26 % und 81 % — oder fällt ganz aus. Bis 2028 fehlen voraussichtlich rund 23.000 bis 25.000 ausgebildete Grundschul-Musiklehrkräfte. 2024 warnten der Verband deutscher Musikschulen und der Bundesverband Musikunterricht in ihrer gemeinsamen „Leipziger Erklärung“ vor dem Rückgang früher musikalischer Bildungsangebote und langen Wartelisten an den Musikschulen (BMU & VdM, 2024). International dasselbe Bild: In Großbritannien sank das außerschulische Musizieren (UK Music / britisches Parlament, 2018).

    9. „Digitalisierung 2“: Was Vorbilder/Influencer heute vorleben

    Die Vorbilder, an denen junge Menschen sich orientieren, sitzen heute in den sozialen Medien. Ein systematischer Überblick (Grimminger-Seidensticker & Korte, 2026) zeigt: 37–56 % der Jugendlichen beschäftigen sich aktiv mit „Fitspiration“-Inhalten. Diese bedienen den Wunsch nach niedrigschwelliger, sofort machbarer Teilnahme, stiften ein Gefühl von Verbundenheit und liefern Vorbilder — führen aber stark zu idealisierten Körperbildern und zum Wunsch nach schnellen Lösungen. Kurz: Das digitale Vorbild-Ökosystem bewirbt vor allem individuelle, aussehensorientierte, schnell verfügbare Bewegung.

    10. Die Qual der Wahl lähmt die Festlegung

    Ein psychologischer Blickwinkel: Je mehr Optionen, desto schwerer fällt die Festlegung. Das klassische „Marmeladen-Experiment“ zeigte, dass ein Verkaufsstand mit 24 Sorten zu deutlich weniger Käufen führte als einer mit nur 6 (Iyengar & Lepper, 2000); Barry Schwartz nannte das Phänomen später „Paradox of Choice“. Eine große Meta-Analyse liefert die wichtige Nuance: Der Effekt ist real, aber kontextabhängig — am stärksten, wenn die Optionen ähnlich wirken, der Einsatz hoch scheint und man keine Vorkenntnisse hat (Chernev, Böckenholt & Goodman, 2015). Das beschreibt ziemlich genau eine junge Person vor dem endlosen Freizeit-Menü, ohne Erfahrung in irgendetwas davon: Die wahrscheinlichere Reaktion ist, sich gar nicht festzulegen — erst recht nicht auf etwas so Verbindliches und langsam zu Erlernendes wie den Tango.

    11. Die Erlebnisgesellschaft: Konsum statt Praxis

    Der Soziologe Gerhard Schulze beschrieb bereits 1992 die „Erlebnisgesellschaft“ — eine Kultur, in der es weniger um dauerhafte Praxis geht als um kurze, konsumierbare, teilbare Erlebnisse. In dieser Logik hat es der Tango schwer: Er belohnt nicht sofort, sondern erst nach Monaten; er ist Übung, nicht Konsum; und er lässt sich schlecht in dreißig Sekunden „erleben“ und weiterposten.

    12. Weniger Paare, weniger körperliche Nähe

    Ein Blickwinkel, der einen Paartanz besonders betrifft: Junge Menschen gehen heute seltener Beziehungen ein und suchen seltener körperliche Nähe. Sexuelle Inaktivität junger Erwachsener nahm über die Geburtsjahrgänge zu (Twenge, Sherman & Wells, 2017); die Häufigkeit sexueller Aktivität sank über zwei Jahrzehnte, am stärksten bei jungen Erwachsenen (Ueda et al., 2020). Besonders wertvoll ist eine Analyse, die den Rückgang mehrfaktoriell erklärt (South & Lei, 2021): Sie prüft acht Ursachen gleichzeitig — Erwerbslage, Verschuldung, längeres Wohnen bei den Eltern, elektronische Medien, Fernsehen, Computerspiele, Alkohol. Und ein Längsschnitt zeigt den Mechanismus dahinter: Sozial zurückgezogene junge Erwachsene steigen später oder gar nicht in Beziehungen ein, weil ihnen die Übungsstufen von Freundschaft über gemischte Gruppen hin zur Partnerschaft fehlen (Barzeva et al., 2021). Die geselligen, „gemischten“ Übungsfelder, in denen man früher andere kennenlernte — die Milonga wäre eines davon —, werden seltener aufgesucht.

    Eine schwache Gegenstimme: Vielleicht kein Zerfall, sondern Umverteilung

    Zum Schluss ein Befund, der mir bewusst widersprechen soll. Eine Studie mit US-Daten (2008–2013) findet keinen eindeutigen Rückgang des gemeinschaftlichen „Sozialkapitals“ (Weiss et al., 2018). Und aus der Sportforschung kommt der Hinweis, dass vieles, was wie „Abbruch“ aussieht, in Wahrheit eine Verschiebung ist: weg von organisierten, hin zu informellen, selbstorganisierten Formen (Battaglia, Kerr & Tamminen, 2024). Ich glaube, in diesem Zeitraum (2008–2013) waren die beobachteten Trends einfach noch nicht so stark. Die produktive Lesart lautet: Die Menschen sind vielleicht nicht verschwunden, sie sind woanders hingegangen. Dann ist die Frage weniger „Warum kommen sie nicht?“ als „Wohin sind sie gegangen?“

    Schlussfolgerungen für den Tango

    Zusammengenommen ergeben diese Blickwinkel eine Reihe von Schlüssen — noch keine Lösungen, sondern die Ansatzstellen, die uns dann als Basis für einen nächsten Teil dienen können:

    • Tango ist ein starkes Gegenmittel gegen Einsamkeit. Genau dort, wo die Forschung den größten Verlust misst — persönliche Nähe, echtes Miteinander —, liegt die eigentliche Stärke des Tango.

    • Tango muss einen Grund liefern, das Haus zu verlassen — und dabei gegen die Bequemlichkeit des Digitalen bestehen, die nachweislich gewinnt.

    • Die Milonga ist ein „dritter Ort“ — ihr Verlust schwächt die Gesellschaft, macht uns weniger resilient (u.a. anfälliger für Propaganda) und ihr Erhalt stärkt uns gesamthaft sozial, und individuell als Menschen.

    • Tango bietet, was individuelle Fitness nicht kann: echte menschliche Verbindung und Partnerschaft statt Selbstoptimierung vor dem Spiegel. Zugleich muss er lernen, sich anders zugänglich zu machen.

    • Wir dürfen den Schrumpfungsdruck nicht unterschätzen — der wichtigste Befund aus der Demografie ist, dass Passivität bestraft und aktives Handeln belohnt wird.

    • Kosten und Zugang sind für junge Zielgruppen eine echte Hürde — sie muss adressiert werden.

    • Der körperliche Einstieg muss niedrigschwellig sein — wenn motorische Voraussetzungen sinken, kann der Anfang nicht mit Anspruch überfordern. Gleichzeitig bietet Tango die Gelegenheit, hier „Verpasstes“ aufzuholen.

    • Die Musik ist ein Kernversprechen, das man vermitteln muss, nicht voraussetzen darf — gerade weil viele heute ohne musikalische Grundbildung aufwachsen, kann der Tango sogar ein Tor (zurück) zur Musik sein.

    • Tango braucht sichtbare, authentische, nahbare Vorbilder in genau den Kanälen, in denen die Jungen ihre Vorbilder suchen.

    • Gegen die Qual der Wahl: der Einstieg muss ohne großes Investment und mit simplen Bedingungen erfolgen können.

    • Erlebnislogik: früh kleine Erfolgserlebnisse schaffen — statt auf das ferne Können in vielen Monaten zu verweisen.

    • Tango bietet strukturierte, sichere körperliche Nähe — in einer Zeit, in der Beziehungen und Berührung seltener werden, ist das ein tiefes, unterschätztes Bedürfnis.

    • Wir sollten fragen, wohin die potenziellen Neulinge gegangen sind — und ihnen dort und in einer Form begegnen, die zu ihrem heutigen Leben passt.

    Fazit

    Der Nachwuchsmangel im Tango ist kein Tango-Versagen und keine Corona-Folge. Er ist der lokale Ausschlag eines viel größeren Musters: Junge Menschen sind weniger draußen, weniger unter Leuten, weniger in verbindlichen Gruppen, wachsen seltener mit Musik und Körperbeherrschung auf, finden weniger Orte zum Hingehen, weniger Anlässe für Nähe — und mehr Gründe, sich gar nicht erst festzulegen. Aber in fast jedem dieser Blickwinkel steckt zugleich ein Hinweis darauf, was der Tango besser kann als die Angebote, die ihm die Leute abspenstig machen: echte Verbindung statt Bildschirm, ein Ort statt der Couch, Nähe statt Vereinzelung, Musik und Körper statt Konsum. Der demografische Befund erinnert uns nüchtern daran, dass nichts von selbst zurückkommt — aber auch, dass aktives Handeln messbar hilft.

    Quellen

    Twenge, J. M., Spitzberg, B. H. & Campbell, W. K. (2019). Less in-person social interaction with peers among U.S. adolescents in the 21st century and links to loneliness. Journal of Social and Personal Relationships, 36(6), 1892–1913.

    https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0265407519836170

    Twenge, J. M. & Spitzberg, B. H. (2020). Declines in non-digital social interaction among Americans, 2003–2017. Journal of Applied Social Psychology, 50(6), 363–367.

    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/jasp.12665

    Twenge, J. M., Haidt, J., Blake, A. B., McAllister, C., Lemon, H. & Le Roy, A. (2021). Worldwide increases in adolescent loneliness. Journal of Adolescence, 93, 257–269.

    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0140197121000853

    Morris, E. A., Speroni, S. & Taylor, B. D. (2024). Going nowhere faster: Did the COVID-19 pandemic accelerate the trend toward staying home? Journal of the American Planning Association.

    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/01944363.2024.2385327

    Oldenburg, R. (1989). The Great Good Place. New York: Marlowe & Company. (Grundlagenbuch)

    Latham, A. & Layton, J. (2019). Social infrastructure and the public life of cities. Geography Compass, 13(7), e12444.

    https://doi.org/10.1111/gec3.12444

    Borgers, J., Breedveld, K., Tiessen-Raaphorst, A., Thibaut, E., Vandermeerschen, H., Vos, S. & Scheerder, J. (2016). A study on the frequency of participation and time spent on sport in different organisational settings. European Sport Management Quarterly, 16(5).

    https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/16184742.2016.1196717

    Klostermann, C. & Nagel, S. (2014). Changes in German sport participation: Historical trends in individual sports. International Review for the Sociology of Sport, 49(5), 609–634.

    https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/1012690212464699

    Breuer, C. & Haase, A. (2006). Sportvereine und demografischer Wandel (Sportentwicklungsbericht 2005/2006). Deutscher Olympischer Sportbund / Deutsche Sporthochschule Köln.

    https://www.dosb.de/aktuelles/news/detail/themenbericht-demographischer-wandel-etwa-40000-sportvereine-vom-demographischen-wandel-betroffen

    Tandon, P. S., Kroshus, E., Olsen, K., Garrett, K., Qu, P. & McCleery, J. (2021). Socioeconomic Inequities in Youth Participation in Physical Activity and Sports. International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(13), 6946.

    https://www.mdpi.com/1660-4601/18/13/6946

    Knoester, C. & Bjork, C. (2024). U.S. youth sports participation: Analyzing the implications of generation, gender, race/ethnicity, socioeconomic status, and family and community sport cultures. Leisure/Loisir, 48(4), 797–843.

    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/14927713.2024.2366177

    Fühner, T., Kliegl, R., Arntz, F., Kriemler, S. & Granacher, U. (2021). An Update on Secular Trends in Physical Fitness of Children and Adolescents from 1972 to 2015. Sports Medicine, 51, 303–320.

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7846517/

    Giuriato, M., Biino, V., Bellafiore, M., Battaglia, G., Palma, A., Baldari, C., Guidetti, L., Gallotta, M. C., Schena, F. & Lanza, M. (2021). Gross Motor Coordination: We Have a Problem! A Study With the Körperkoordinations Test für Kinder in Youth (6–13 Years). Frontiers in Pediatrics, 9, 785990.

    https://www.frontiersin.org/journals/pediatrics/articles/10.3389/fped.2021.785990/full

    Lehmann-Wermser, A., Konrad, U. & Weishaupt, H. (2020). Musikunterricht in der Grundschule. Bertelsmann Stiftung / Deutscher Musikrat / Konferenz der Landesmusikräte.

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/musikunterricht-in-der-grundschule

    Bundesverband Musikunterricht (BMU) & Verband deutscher Musikschulen (VdM) (2024). Leipziger Erklärung zur Stärkung musikpädagogischer Berufe (12.01.2024).

    https://www.musikschulen.de/medien/doks/Positionen_Erklaerungen/2024-leipziger-erklaerung-bmu-vdm.pdf

    UK Music / britisches Parlament (2018). Schools: Music Education (Hansard, House of Lords, 18.10.2018). (parlamentarische Daten)

    https://hansard.parliament.uk/lords/2018-10-18/debates/15CD7958-6124-4E51-861D-CE7A38F4D4AB/SchoolsMusicEducation

    Ruth, N. & Müllensiefen, D. (2021). Survival of musical activities. When do young people stop making music? PLOS One, 16(11), e0259105.

    https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0259105

    Grimminger-Seidensticker, E. & Korte, J. (2026). Adolescents’ engagement with #fitspiration content — a systematic review of qualitative and quantitative studies and pedagogical implications for physical education. German Journal of Exercise and Sport Research.

    https://link.springer.com/article/10.1007/s12662-026-01107-7

    Iyengar, S. S. & Lepper, M. R. (2000). When Choice is Demotivating: Can One Desire Too Much of a Good Thing? Journal of Personality and Social Psychology, 79(6), 995–1006.

    https://doi.org/10.1037/0022-3514.79.6.995

    Schwartz, B. (2004). The Paradox of Choice: Why More Is Less. New York: Ecco/HarperCollins. (Grundlagenbuch)

    Chernev, A., Böckenholt, U. & Goodman, J. (2015). Choice overload: A conceptual review and meta-analysis. Journal of Consumer Psychology, 25(2), 333–358.

    https://doi.org/10.1016/j.jcps.2014.08.002

    Schulze, G. (1992). Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart. Frankfurt/New York: Campus. (Grundlagenwerk)

    Twenge, J. M., Sherman, R. A. & Wells, B. E. (2017). Sexual Inactivity During Young Adulthood Is More Common Among U.S. Millennials and iGen. Archives of Sexual Behavior, 46(2), 433–440.

    https://doi.org/10.1007/s10508-016-0798-z

    Ueda, P., Mercer, C. H., Ghaznavi, C. & Herbenick, D. (2020). Trends in Frequency of Sexual Activity and Number of Sexual Partners Among Adults Aged 18 to 44 Years in the US, 2000–2018. JAMA Network Open, 3(6), e203833.

    https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2767066

    South, S. J. & Lei, L. (2021). Why Are Fewer Young Adults Having Casual Sex? Socius, 7.

    https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/2378023121996854

    Barzeva, S. A., Richards, J. S., Meeus, W. H. J. & Oldehinkel, A. J. (2021). Social Withdrawal and Romantic Relationships: A Longitudinal Study in Early Adulthood. Journal of Youth and Adolescence, 50(9), 1766–1781.

    https://link.springer.com/article/10.1007/s10964-021-01469-1

    Weiss, I., Paxton, P., Velasco, K. & Ressler, R. W. (2018). Revisiting Declines in Social Capital: Evidence from a New Measure. Social Indicators Research, 142(3), 1015–1029.

    https://link.springer.com/article/10.1007/s11205-018-1956-6

    Battaglia, A., Kerr, G. & Tamminen, K. (2024). The Dropout From Youth Sport Crisis: Not as Simple as It Appears. Kinesiology Review, 13(3), 345–356.

    https://journals.humankinetics.com/view/journals/krj/13/3/article-p345.xml

    Hinweis: Die Bilder in diesem Beitrag wurden mit KI erstellt.

    Teilen

    Instagram unterstützt keine direkten Web-Shares — bitte Link kopieren und in Story oder DM einfügen.

    Kommentare

    Lädt…

    Kommentar schreiben

    Mit dem Absenden erklärst du dich einverstanden, dass Name und Text öffentlich angezeigt werden. Deine IP wird gehasht gespeichert (nur zur Spam-Abwehr). Details in der Datenschutzerklärung.